Königlicher Entensee freigelegt

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Um den Wildpark zu schonen, zogen zwei Pferde die Stämme aus dem Wald

Von Carina Körner

Schwielowsee Geltow - Mit der Freilegung der königlichen Entenfanganlage im Wildpark-West bei Geltow hat die Oberförsterei Potsdam ein Stück Zeitgeschichte wieder lebendig werden lassen. Nach dem Abholzen mehrerer Erlen ist der „Kleine Entenfang-See“ nun wieder zugänglich. [...] Zwei Tage waren die Waldarbeiter damit beschäftigt, wieder Licht ins Dickicht zwischen die wuchernden Erlen am Ufer zu bringen. Um das Holz abzutransportieren, wurden die Stuten Svenja und Lonny angespannt. „Wir wollten möglichst waldschonend arbeiten, dabei haben uns die Pferde eine große Hilfe geleistet“, sagte Revierförster Werner Eichhoff.

[…] Die Entenfanganlage war im Jahr 1694 gebaut worden, um den königlichen Hof in Potsdam mit frischen Wildenten zu beliefern. Die Idee brachte Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg aus den Niederlanden mit, denn sie garantierte dem hohen Hause den Genuss der Enten ohne böse Überraschungen: Zuvor wurden Enten mit der Schrotflinte geschossen. Danach war es allerdings schwer, das Geflügel zum Verzehr vollständig von den Schrotkugeln zu befreien. König Friedrich I. setzte die Idee seines Vaters schließlich in die Tat um und baute die Fanganlage im Wildpark. Dafür wurde ein Ententeich mit einer Fläche von 120 mal 120 Metern und einer Tiefe von etwa 1,50 Metern ausgehoben. In vier Richtungen lief der See in die so genannten Pfeifen aus, schmale flache Ausuferungen. Am Ende dieser Fanggräben waren Fallkästen mit einer Falltür platziert. Sie dienten gleichzeitig als Futterstelle für die Enten. Hatte der König Appetit auf frische Wildenten, musste der königliche Entenfänger bei der Fütterung lediglich die Falle zuschnappen lassen. So beschreibt es die Autorin Marianna von Klinski-Wetzel in ihrem jüngst erschienenen Geschichtswerk „Wildpark-West an der Havel“. […]

Zitate aus dem Artikel in: Potsdamer Neueste Nachrichten vom 20. März 2008


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